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Ausgabe 382  |  13. November 2008  |  2 Kommentare | Fehler entdeckt Artikel merken Artikel verschicken Artikel verschicken Artikel verschicken |  Schriftgröße:
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  Mietvertrag für das Literaturverwaltungsprogramm Citavi abgeschlossen
Wissensverwaltung leicht gemacht
Seit August 2008 haben Studenten der Uni Bayreuth die Möglichkeit, kostenlos das Literaturverwaltungsprogramm Citavi zu nutzen, das die wissenschaftliche Arbeit aller Fachrichtungen erleichtern soll. So können die Benutzer ihr Wissen organisieren, indem sie Zitate sammeln und daraus mit Citavi Texte konzipieren. Auch die lästige Arbeit, ein Literaturverzeichnis zu erstellen und zu formatieren, übernimmt das neue Programm, das zum Teil aus Studiengebühren finanziert wird.

(lr) Aber hält das Programm, was es verspricht? Nach einem einfachen Download des Programms öffnet sich ein zunächst etwas unübersichtliches Fenster. Aber keine Bange: Um die Arbeit mit dem Programm zu erleichtern, stehen auf der Citavi-Website verschiedene Materialien zur Verfügung, die Tipps und Tricks im Umgang mit Citavi verraten.

Das Programm ist in drei große Kategorien unterteilt: Literaturverwaltung, Wissensorganisation und Aufgabenplanung. Jeder Bereich kann ganz individuell genutzt werden, je nach Wünschen und Ansprüchen des Benutzers. Die Literaturverwaltung bietet die Möglichkeit, alle relevanten Daten eines Titels selbst einzutragen oder – was das Bibliographieren erheblich schneller macht – nur die ISBN einzugeben. Dann fügt Citavi alle anderen Angaben ein, vorausgesetzt der Benutzer ist mit dem Internet verbunden. Dieser Service stößt aber schon bei Zeitschriftenaufsätzen an seine Grenzen, da solche Aufsätze bekanntlich über keine eigene ISBN verfügen.

Zu den bibliographischen Angaben kann man zu jedem Titel ein sogenanntes Abstract verfassen, also eine Zusammenfassung der relevanten Inhalte und Thesen eines Autors. Auch bietet Citavi die Möglichkeit, wörtliche Zitate zu speichern, um diese später in den selbst verfassten Text einzufügen. Im Bereich Wissensorganisation können die gesammelten Zitate und Ideen in Gruppen zusammengefasst werden. Diese Kategorien könnten beispielsweise der Gliederung einer Hausarbeit entsprechen. So hat der Benutzer eine schnelle Übersicht darüber, zu welchem Abschnitt er die meisten Titel zitieren wird oder zu welchem Gebiet die Quellen noch unvollständig sind. Da man in diesem Abschnitt eine Übersicht über seine eigenen Notizen zu einer Publikation bekommt, bietet dieser Bereich eine gute Grundlage zum Ausformulieren der Arbeit. Wer die Arbeit mit einem Buch noch nicht abgeschlossen hat, kann sich hier Aufgaben notieren und sich in der Kategorie Aufgabenplanung eine Übersicht über ausstehende Arbeiten verschaffen.

Einen weiteren Vorteil bietet Citavi dadurch, dass es Literaturverzeichnisse erstellen kann. Dafür stehen je nach Fachgebiet, Sprache oder Layout verschiedene Zitationsstile zur Verfügung. Nach einem Klick werden die verwendeten Titel in einem gut formatierten Literaturverzeichnis angezeigt.

Eine eingeschränkt nutzbare Version von Citavi ist frei im Internet verfügbar, jedoch können damit nur 100 Datensätze pro Projekt gespeichert werden. Durch den Campus-Mietvertrag können Studenten Citavi bis zum 31. August 2010 uneingeschränkt benutzen. Ein Teil der Kosten wurden einmalig aus Studiengebühren gezahlt, eine Verlängerung des Vertrages wird aus Mitteln des Rechenzentrums finanziert. Für die Vollversion ist ein Lizenzschlüssel notwendig, der ganz unbürokratisch über das Internet angefordert werden kann und an die persönliche Universitäts- E-Mail-Adresse gesendet wird. Bis Anfang November haben bereits 270 Personen eine Lizenz beantragt, darunter 190 Studenten. Weitere Informationen zu Citavi gibt es in einer Einführungsveranstaltung am 18.11.08 von 10 bis 12 Uhr im H17 (NW II).

Dieser Beitrag stammt von Lisa Rogge aus der 382. Ausgabe des Tip vom 13. November 2008 und wurde bereits 3052 mal aufgerufen.



   
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 Hallo, ich bin Lisa und studiere B.A. Germanistik mit Nebenfach Jura. Ich komme ursprünglich aus Berlin, genieße aber während des Semesters auch die Zeit in einer so kleinen und überschaubaren Stadt wie Bayreuth. Da ich gerne nach dem Studium in dem Bereich ... Vollständiges Profil anschauen

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  Es wurden bereits 2 Kommentare abgeben.
  Beitrag von Christoph am 13.11.2008
Betreff: Was ists genau?
+10  |  -7
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So wie ich das sehe, schreibt man ja die Arbeit selber nicht mit Citavi. Wie funktioniert dann aber das Zusammenspiel von Word und Co mit Citavi? Ist das eine Art Plugin oder muss man es seperat verwenden?

 Auf diesen Kommentar antworten

  Beitrag von Citavi-Nutzer am 13.11.2008
Betreff: Das beste, was mir passieren konnte
+6  |  -5
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Ich frage mich wirklich, wie man ohne Citavi eine Diplomarbeit schreiben kann. Die Literaturverwaltung ist sehr angenehm, vor allem die Möglichkeit, Quellen Kategorien zuzuordnen, und sie sich danach geordnet anzeigen zu lassen. Die Unterstützung für ISSN-Nummern ist vom Entwickler geplant und kommt angeblich noch dieses Jahr. Die Wissensorganisation benutze ich gar nicht, die finde ich ziemlich unkomfortabel. Es braucht etwas Einarbeitungszeit, aber dann ist Citavi das wichtigste Hilfsmittel der ganzen Arbeit, ehrlich!

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